Stefan Zils

Stefan Zils

Wenn man Fan eines im Zweifel erfolglosen Vereins ist, stellt man sich vielleicht irgendwann die Frage, wann man es hätte merken müssen. Bei mir war das sehr früh. Es war der 27.05.1990 und somit das Relegations-Rückspiel gegen Saarbrücken, mein erstes bewusstes Spiel vom VfL (allerdings im Fernsehen). Ich war 9 und somit eigentlich alt genug, um es zu merken. Gut, alle haben wir gejubelt, als uns Uwe Leifeld erlöste (den ich da grad einmal vom Namen kannte) und spätestens da packte mich dann das VfL-Fieber und das logische Denken setzte aus, Fußball wurde Emotion. Anschließend gleich am 2. Spieltag zu meinem ersten Heimspiel ins Stadion (ein 1:0 gegen den 1.FC Köln) und ab da zu vielen schönen und weniger schönen Spielen (anfangs meist) mit einem Mitspieler vom LFC Laer 06 und unseren Vätern. Im Sommer häufiger mal zu Fuß zum Tempel aus Querenburg, ohne dass ich noch weiß, wie es zurück ging. Nur gegen Schalke, Dortmund und Bayern gingen wir länger nicht hin... weil es zu voll wurde (meine Entscheidung war das natürlich nicht). Ich wurde also quasi gleich zum Anti-Rosinen-Picker erzogen... ;-)

Ausgecheckt: Es geht um die Wurst

Wieder Abendspiel bei Flutlicht, wieder gegen einen Gegner, der sich nach Bundesliga anfühlt. Doch es handelt sich nicht um einen besonderen Abend, sondern um den harten Ligalltag. Die Realität holt den VfL wieder ein, wenn es am Montag Abend zum Spiel gegen den 1.FC Nürnberg kommt. In der Liga ist man inzwischen schon vier Punkte…

Ausgecheckt: Sehen wir durch Dynamo wieder Licht?

Nachdem uns mit Ausnahme unserer speziellen Freunde aus Ostwestfalen alle NRW-Klubs „genommen“ wurden und somit alles, was man an Derby oder Nachbarschaftsduell finden könnte, bleiben uns nur noch wenige Spiele, die außerhalb der Tabellensituation einen gewissen Zündstoff bieten. Eines dieser Teams ist natürlich die Sportgemeinschaft aus Dresden, mit der unser VfL auf verschiedenen Ebenen bereits…

Schattenseiten – Spieler im Abseits

In einem Verein mit einer langen Tradition wie unserem gibt es natürlich neben den reinen, sehr wechselhaften, sportlichen Ergebnissen auch nicht immer nur „Friede, Freude, Eierkuchen“ um die Spieler selbst herum und deshalb werde ich mich hier einmal mit den dunkleren, zu einem gewissen Teil nicht sportlichen, Episoden des VfL oder um den VfL herum…

Wenn Kleinigkeiten entscheiden…

Nasskalter und windiger Tag, der VfL kassiert gleich nach wenigen Sekunden (bei eigenem Anstoß) den ersten Gegentreffer. Es klingt nach der gefühlt schon üblichen Herbstdepression, die den VfL in den vergangenen Jahren oft überkommen hat. Dieses Mal ist es allerdings Februar und der VfL hatte die Chance, sich trotz einem ernüchternden 0:3 in Sandhausen weiter…