Nicht nachlassen – ein Kommentar

Der VfL Bochum setzt seine Siegesserie im Ruhrstadion fort und schlägt die TSG Hoffenheim 5:2! Tritt die Mannschaft auswärts meist mit guten Ansätzen, aber ohne das nötige Fortune auf, spielt sie sich zuhause immer mehr in einen Rausch. Die Auftritte zuhause könnten die Grundlage zum dritten Wunder sein. Ein Kommentar. 

Die Ergebnisse der Winterpause ließen viele Fans des VfL Bochum skeptisch zurück. Kein Sieg aus den sieben Testspielen und auch in der Offensive überzeugte die Mannschaft nur bedingt. Trainer Thomas Letsch versprach vor dem Start ins Fußballjahr, man habe intensiv gearbeitet, sei fit für die Liga, stabiler und taktisch variabler geworden. Punkte die Fußballfans gerne hören, aber die vermeintliche Abschlußschwäche in der Offensive hinterliess doch bei einigen Stirnrunzeln.

Einstellung schlägt Aufstellung

Nach zwei Heimspielsiegen mit 8:2 Toren gegen Mannschaften deren Kader beim Transferwert laut transfermarkt.de das doppelt bzw. dreifach betragen ist die Stimmung an der Castroper Straße deutlich gelöster. Stellte sich für einige die Mannschaft von selbst auf, lässt Trainer Thomas Letsch hingegen rotieren und schürt den Konkurrenzkampf. 

 

 „Der VfL hat uns komplett den Schneid abgekauft, wir haben uns wegdrücken lassen von Spielern, die körperlich schwächer sind, haben uns überhaupt nicht gewährt.“ – Andre Breitenreiter

Nur wer im Training alles reinhaut steht am Wochenende im Kader, um die Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. Sowohl gegen Hertha BSC als auch die TSG aus Hoffenheim schlug Einstellung individuelle Qualität. Es ist schon faszinierend zu sehen, welche Leistungsdichte man im Kader aktuell durch individuelle Leistungssprünge und die klugen Transfers in der Winterpause hat. Mit Jimmy, Asano, Holtmann, Orsei-Tutu und auch Zoller hat man gleich fünf starke Optionen für die Flügen. Mit Losilla, Förster, Stöger, Kunde und Osterhage ist das zentrale Mittelfeld sowohl qualitativ als auch quantitativ mit Spielern unterschiedlichster Stärkenprofile gut besetzt. Einzig und allein Hofmann ist und bleibt für uns nicht wirklic zu ersetzen. Klar, Broschinksi hatte einen tollen Einstand am Wochenende. Trotzdem wird er unseren Top-Torjäger nicht von heute auf morgen ersetzen können. Dafür wurde er aber auch nicht geholt.

Toll auch, wie der Funke auf die Tribüne überspringt und die Stimmung aufkommt, von der Thomas Letsch so schwärmt.

Wenn die erste gute Aktion kommt, egal ob Zweikampf, Angriff oder Tackling, dann steht das ganze Stadion – das ist faszinierend. Hier geht es von der ersten Minute an ab, bei jeder Aktion geht das ganze Stadion mit.“ – Thomas Letsch

Am Mittwoch gibt es nun das Bonus-Derby gegen Dortmund im Pokal. Flutlicht, Heimspiel, es könnte kaum besser sein. Gänsehaut. Doch das wichtigste ist und bleibt die Liga. Nach Samstag gilt: Behält man diesen Fokus bei und tritt auch auswärts selbstbewusster auf um den ein oder anderen Zähler mitzunehmen, könnte Patrick Fabian für eine weitere Bundesligasaison den Kader planen. Bis dahin aber gilt: Nicht nachlassen!



Autor: Moritz Möller

Über 20 Jahre begleitet mich der VfL jetzt schon - oder ich ihn. Ein Heimspiel Anfang der 90ziger gegen Leverkusen war der Auslöser, dann ging es auf einmal aus der zweiten Liga nach Europa, Abstieg, Aufstieg, wieder Europa, Abstieg und Relegation. Manch euphorische Saisonphasen die vom Auf.... träumen ließen, dazwischen Heimspiele mit 9000 Zuschauern gegen Aue, Mettbrötchen auf dem Weg nach Oberhausen, eine enttäuschende Auswärtsbilanz meinerseits und viele andere schöne Erinnerungen gehören dazu. Immer dabei: Dauerkarte, ein Fiege und eine Gruppe aus guten Freunden in Block Q sind für mich mit dem VfL einfach untrennbar verbunden.

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