Als Aufstiege beinahe selbstverständlich waren

Mit seinem Tor schoss Dariusz Wosz seinen VfL endgültig wieder in die Bundesliga.
Mit seinem Tor in Wolfsburg schoss Dariusz Wosz den VfL endgültig zurück in die Bundesliga. Foto: Tim Kramer.
Mit seinem Tor schoss Dariusz Wosz seinen VfL endgültig wieder in die Bundesliga.

Vor 25 Jahren: Der VfL kehrt erstmals in die Bundesliga zurück

Es gab Zeiten, in denen der VfL wie selbstverständlich nach einem Jahr in der 2. Liga in die Bundesliga zurückkehrte. Erstmals im Jahr 1994. Das allesentscheidende Spiel, durch das sich der VfL damals einen Aufstiegsplatz sicherte, fand exakt heute vor 25 Jahren vor knapp 7.000 Zuschauern im beschaulichen Wolfsburg statt. Durch einen Treffer von Dariusz Wosz wurde der VfL Wolfsburg besiegt und eine lange Partynacht eingeläutet.

Der VfL hatte nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte den wirtschaftlich riskanten Weg gewählt und war mit einem fast unveränderten Kader in die Saison gestartet. Neben Kapitän Uwe Wegmann konnten auch andere Leistungsträger wie Dariusz Wosz, Holger Aden und Joo Sung Kim gehalten werden. Der inzwischen verstorbene Manager Klaus Hilpert hatte sämtliche Angebote von Bundesligisten ausgeschlagen und Trainer Jürgen Gelsdorf einen Kader zusammengestellt, der zum direkten Wiederaufstieg verdammt war.

In Meppen startete die Mission Wiederaufstieg

Die Mission Wiederaufstieg startete im Juli 1993 in Meppen – ausgerechnet Meppen, dachten sich alle, deren Herz am VfL hängt. Schließlich war das Städtchen im beschaulichen Emsland lange Zeit der Inbegriff der 2. Bundesliga. Der VfL ließ sich jedoch nicht beirren und legte vor rund 8.000 mitgereisten Fans mit einem knappen Auswärtssieg an der Ems den Grundstein für eine erfolgreiche Saison. Nach einem 2:0-Heimsieg gegen Hansa Rostock und dem 2:0-Auswärtssieg bei Rot-Weiss Essen übernahmen die Mannen um Trainer Jürgen Gelsdorf am 3. Spieltag die Tabellenführung und gaben diese  bis zum Schluss der Saison nicht mehr ab.

Zwei Spieltage vor Schluss hatten die Bochumer fünf Punkte Vorsprung auf Platz 4. Für die jüngeren Leser sei gesagt, dass es damals noch die Zwei-Punkteregel gab und der Tabellendritte direkt aufstieg – die Relegation gab es zu dieser Zeit nicht mehr und noch nicht wieder. Somit war klar, dass man mit einem Sieg bei den Wölfen auch rechnerisch den Wiederaufstieg perfekt machen würde. Der VfL Wolfsburg war damals noch ein unbedeutender Verein in der 2. Liga. Dass die Niedersachsen 15 Jahre später Deutscher Meister werden sollten, war damals nicht abzusehen.

In einer kampfbetonten Partie stand es lange Zeit 0:0. VfL-Keeper Andreas Wessels war ein sicherer Rückhalt und hielt dem VfL die Null fest. Nach einer Stunde war es dann aber soweit: Nach einem feinen Zuspiel von Michael Hubner erzielte Zaubermaus Dariusz Wosz das entscheidende Tor zum Sieg in Wolfsburg. Der Jubel kannte keine Grenzen. Ein Jahr nach dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga war die Rückkehr ins Oberhaus in trockenen Tüchern.

Der VfL spielte mit: Andreas Wessels – Sven Christians, Christian Herrmann, Michael Hubner – Rob Reekers, Jörg Schwanke, Uwe Stöver, Markus von Ahlen (13. Minute Kai Michalke), Paolo da Palma (80. Minute Maxi Eberl), Peter Peschel – Dariusz Wosz

Tor: 0:1 Dariusz Wosz (60.)

Zuschauer: 7.000

Autor: Stephan Kottkamp

Meine Liebe zum VfL hat ganz klassisch angefanegen. Im Mai 1986 hat mich mein Vater zum ersten Mal mit ins Ruhrstadion genommen. Der VfL spielte gegen die Bayern und holte ein 1:1-Unentschieden (Tore: Frank Benatelli und ein gewisser Lothar Matthäus). Seither war ich unzählige Male im Ruhrstadion und erinnere mich am liebsten an die Zeit unter Klaus Toppmöller. Auch deshalb zählt Fußballgott Thomas Stickroth für mich zu den größten VfLern aller Zeiten.

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