Ausgecheckt: Zum zweiten Mal nach Hamburg – Bringen wir das Freudenhaus zum Weinen?

Am heutigen Freitag, 13. Spieltag der 2. Bundesliga, geht es für unseren VfL weiter, bevor wir uns in die letzte Länderspielpause 2019 begeben werden. Wir treffen am Millerntor auf den FC St. Pauli und reisen damit in der Hinrunde bereits zum zweiten Mal nach Hamburg. Unser Spiel beim HSV verloren wir bekanntlich, beim FC St. Pauli will es unsere Elf besser machen, hat sie doch den Rückenwind aus dem Pokalspiel gegen die Bayern mitgenommen und am Montag in einen 3:1-Heimsieg gegen den FCN umgemünzt.

St. Pauli seit vier Ligaspielen sieglos

Seit nunmehr vier Ligaspielen ist der FC St. Pauli sieglos und kam zuletzt gegen den Karlsruher SC nicht über ein 2:2 zu Hause hinaus. Dabei verspielte Hamburg wie auch wir eine Führung gegen den KSC und lag sogar schon 2:0 in Front nach zwei Elfertoren des Ex-VfLers Diamantakos, kassierte aber auch wie wir gegen den KSC in letzter Minute den Ausgleich. Wie eng die Tabelle beisammen liegt, sieht man daran, dass wir rein punktetechnisch bei drei Punkten morgen vorbeiziehen könnten, obwohl St. Pauli auf Platz 9 der Tabelle steht. Verrückte Liga!

Blick nach vorne – ein Sprung in der Tabelle ist möglich Foto: David Matthäus Photografie

Im Sommer auf der Insel auf Shopping-Tour gewesen

Zwar war der teuerste Neuzugang Außenverteidiger Zander von Bremens 2. Mannschaft, aber Zander war bereits vorher ausgeliehen. Interessanterweise bediente sich der FC St. Pauli sehr auf dem englischen Markt. Mit Verteidiger Östigard und Angreifer Gyökeres wurden zwei Spieler von Brighton and Hove ausgeliehen, außerdem kam mit Verteidiger Penney ein weiterer Neuzugang auf Leihbasis von Sheffield Wednesday und mit Verteidiger Lawrence ein Spieler mit walisisch-englischem Pass auf Leihbasis vom RSC Anderlecht. Ebenfalls bemerkenswert: Bis auf wenige Neuzugänge wurden sehr viele Spieler nur ausgeliehen.

St. Pauli liegt uns nicht

Spiele gegen den FC St. Pauli waren im Unterhaus keine große Freude für uns Anhänger. 20mal standen sich beide Vereine schon gegenüber, aber erst dreimal konnten wir jubeln. Acht Niederlagen setzte es zudem. Neunmal teilte man sich zumindest die Punkte bei einer Torbilanz von 22:30 Toren. In Hamburg gewannen wir von 10 Spielen nur eine Partie und holten fünfmal einen Punkt, zuletzt in der vergangenen Saison durch ein 0:0.

Die Lage beim VfL

Gegen den FCN stieß die Elf auch ohne Torjäger Ganvoula den Bock endlich auch zu Hause um und zeigte, dass das Bayern-Spiel offenbar doch kein laues Lüftchen war. Vielmehr wurde der etwas blasse FCN so dermaßen durcheinandergewirbelt in Halbzeit 1, dass es 3:0 stand nach 45 Minuten und der erste Dreier zu Hause zum Greifen nah. Natürlich war die 2. Halbzeit dann fast ein Rückfall in „alte Zeiten“ aus dieser Spielzeit, aber man rettete das 3:1 über die Zeit. Knifflig wird es personell bei uns nur rechts hinten, wo möglicherweise doch Osei-Tutu auflaufen wird, da sowohl Gamboa als auch Celozzi fehlen werden.

Fehlt heute – Cristian Gamboa Foto: VfL Bochum 1848

Hoffnung für morgen

Wie bereits bemerkt, gibt es Vereine, die uns nicht liegen im Unterhaus. Aber das soll ja morgen nichts heißen. Wenn wir nicht in alte Muster wie in Kiel zurückfallen, dann kann es morgen auch was geben. Und da wir in dieser verrückten 2. Liga auf einmal nur zwei Punkte von Platz 9 und einem „gefährlich wirkenden“ sicheren Mittelfeldplatz weg sind, sollten wir morgen weiter daran arbeiten, dass wir bis zur Winterpause in ruhigen Gefilden der Tabellenregion stehen.

 

Thorsten Amberge

Thorsten Amberge

Eine Dauerkarte beim VfL habe ich mit einjähriger Pause im Zivijahr 1998/99 ab der nächsten Saison im 20. Jahr, so dass ich verwundert feststellen muss, dass ich nunmehr doch zum alten Eisen langsam gehöre. Der VfL und ich haben aber lange gebraucht, um warmzuwerden. Erstmalig im Stadion bei Schwarz-Weiß Essen Mitte der 1980er Jahre, bin ich der typische Bochum-Fan, der über die Fanfreundschaft zum FC Bayern zum VfL kam – und gewissermaßen ein Erfolgsfan bin. Denn ich bin maßgeblich über die 1996/97er-Truppe dem VfL verfallen und habe mich seitdem diesem Verein total verschrieben. Ohne den VfL kann ich nicht – so einfach ist das. Im Internet treibe ich seit nunmehr über 15 Jahren mein Unwesen und habe neben meiner nicht minder zeitintensiven Aktivität bei transfermarkt.de zuerst bei vfl-fanforum.de und dessen Nachfolger unservfl.de als Mitinhaber der Seite mit mehreren Akteuren des VfL sehr spannende Interviews und Gespräche führen dürfen. Meine zeitintensiven Vorberichte dürften sicherlich bekannt sein, einige meiner Interviews mit aktiven Spielern, aber auch mit Vorständen möglicherweise auch.

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