Foto: Tim Kramer (Tremark Fotografie).
Darf auch gerne am Dienstag jubeln: Lukas Hinterseer Foto: Tim Kramer (Tremark Fotografie)

Möge die Jagd beginnen

Wenn am Dienstag das Flutlicht des Vonovia Ruhrstadions scheint, ist endlich wieder Fußball. Der VfL trifft zum 54. mal auf die Zebras aus Duisburg. Das Ziel: Den geholten Sieg aus Köln vergolden und als Jäger Druck nach oben aufbauen.

Nun ist es endlich wieder soweit, am Dienstag wird um 18:30 Uhr das 54. kleine Revierderby angepfiffen und die Jagd auf die oberen Plätze und wichtige Punkte beginnt. Ca. 21.000 Fans werden zu dieser Partie erwartet. Diese müssen sich erst einmal mit einer möglichen Zebrajagd begnügen, bevor man von mehr träumen darf . Schritt für Schritt, so ist das halt im Fußball.

Unterschiedlicher könnten die Ausgangspositionen der beiden Traditionsvereine nicht sein. Während der VfL Bochum nach dem furiosen Rückrundenstart in Köln weiter mit 27 Punkten auf Platz 8 – und nur noch sieben Punkten Rückstand auf Platz 3 – Relegationsplatz-Luft schnuppern darf, geht es bei den Nachbarn aus Duisburg ums nackte Überleben. Seit vier Spielen warten die Zebras nun schon wieder auf einen Dreier, wobei unter Neu-Coach Lieberknecht alles so gut anfing. Auch die Duisburger konnten am 9. Spieltag in Köln dreifach Punkten, holten allerdings danach nur noch acht Punkte aus den restlichen neun Spielen. Das Resultat ist Platz 16 mit nur 13 Punkten.

Am Dienstag wird Kruse dem VfL noch fehlen.
Foto: Tim Kramer (Tremark Fotografie)

Als die Temperaturen noch etwas angenehmer waren, gewann der VfL das Hinspiel mit 2:0 in Duisburg – glücklich, aber nicht ganz unverdient. Die Tore erzielten Sidney Sam, der damals nach Tätlichkeit noch mit Rot vom Platz flog, sowie Ganvoula, der nach Vorlage von Soares herrlich zum 0:2 einköpfte. Das letzte Heimspiel gegen den MSV ging übrigens mit 0:2 verloren. Damals trafen Iljutcenko und Wolze. Schaut man auf die gesamten Spiele einer langen gemeinsamen Tradition zurück, gewann der VfL 20, der MSV 15, 18 Mal teilte man sich die Punkte.

 

Fehlt am Dienstag gesperrt – Tim Hoogland.
Foto: Tim Kramer (Tremark Fotografie)

Neuzugänge sollen neue Impulse geben
Ruhig und besonnen ging es beim VfL im Winter zu. Nicht nur Hoogland verlängerte seinen Vertrag, sondern bekannterweise verstärkte sich der VfL im Winter auch gleich zweimal. Neben Simon Zoller, der wohl von Anfang an ran darf am Dienstag, verpflichtete der VfL auch Dominik Baumgartner. Ob es für den österreichischen Junioren-Nationalspieler in der eingespielten Abwehr des VfL direkt für einen Stammplatz reicht, bleibt abzuwarten. Aufgrund der Sperre von Hoogland aber denkbar.

Alles andere als ruhig war es beim Meidericher SV. Laut Geschäftsführer Grilic spielen Davari, Regäsel und Blomeyer keine Rolle mehr und wurden aussortiert. Neu dabei sind Joseph Bapo, der fest verpflichtet wurde, sowie Torwart Felix Wiedwald, der von der Eintracht aus Frankfurt kam, sowie Havard Nielsen von Fortuna Düsseldorf, die beide ausgeliehen wurden. Borys Tashchy und Neuzugang Joseph Bapo mussten den Pflichtspielauftakt mittlerweile aus ihrem Terminkalender streichen. Beide Spieler verloren den Wettlauf mit der Zeit und fallen aufgrund mangelnder Fitness beim Restrückrundenstart aus. Beim VfL fehlen Lee und Kruse aufgrund ihrer Länderspieleinsätze beim Asien-Cup. Eisfeld und Pantovic dürften nach langer Verletzung auch keine Option sein. Zudem fehlen dem VfL die Langzeitverletzten Bandowski und  Leitsch. Mit von der Partie wird endlich wieder Basti Maier sein, der mit seinen gefährlichen Standards das Spiel des VfL unberechenbarer machen wird.

 

Wintertrainingslager unter Sonnenstrahlen.
Unsere Gäste verbrachten die spielfreie Zeit unter der Sonne Portugals. Vom 14. bis zum 22. Januar schlug man die Zelte in Almancil auf. Hier bestritt der MSV drei Testspiele. Zweimal trennte man sich 1:1 (FC Groningen & Portimonense), ehe man im letzten Test Servette Genf mit 3:2 schlug und Selbstvertrauen für das wichtige Spiel in Bochum tankte.

Unser VfL schwitze unter der spanischen Sonne in Andalusien. Vom 13. bis zum 20. Januar flog die VfL-Familie ins Trainingslager in Marbella. Hier bestritt der VfL zwei Testspiele, die weniger gut ausgingen. Nach dem 1:1 gegen Sofia folgte eine 3:0-Klatsche gegen Kiew. Auch die Generalprobe in Deutschland ging mit 1:2 in Köln verloren.

 

Topscorer des VfL. Ösi-Bomber Hinterseer
Foto: Tim Kramer (Tremark Fotografie)

Möge die Jagd beginnen
Sieben Punkte Rückstand, die auf vier schmelzen könnten, wenn alles perfekt läuft. Im Kreise der Mannschaft wird man nicht müde, immer wieder zu erwähnen, dass man oben noch einmal angreifen möchte. Fakt ist, dafür muss direkt ein Dreier gegen den MSV her, der auch in jeder Hinsicht realistisch ist, sollte man die PS, die unsere Mannschaft zweifelsohne hat, auf den Rasen bekommen.  Die Mannschaft dürfte sich gegen Duisburg bis auf ein paar Ausnahmen selber aufstellen . Riemann – Gyamerah, Baumgartner, Fabian , Soares – Losilla, Tesche  – Sam, Weilandt , Zoller – Hinterseer.

Am Ende des Tages  hat es das Team selber in der Hand, oder viel besser auf dem Fuß, wie lange diese Jagd gehen darf.

 

 

Sebastian Heise

Sebastian Heise

Ich halte dem VfL nun seit mehr als 23 Jahren die Treue. Eine Saison ohne Dauerkarte geht natürlich nicht. Ich bin durch und durch Lokalpatriot und kein anderer Verein und keine andere Stadt hat einen so großen und wichtigen Platz in meinem Herzen und Leben. Danke Papa. Gefühlt ist Bochum für mich immer noch ein Erstligist, so wie damals, als meine Jungs und ich die ersten Fahrten nach Bremen, Hamburg und wie sie nicht alle hießen auf uns genommen haben. Na ja, aber wie wir alle wissen ist seitdem wir zuletzt in einem Pflichtspiel auf Schalke oder Dortmund trafen viel passiert. Aber hey, auch das gehört nun zu unserer Geschichte. Dass ich Musik mache und auch Songs für unseren Verein geschrieben haben, erwähne ich mal dezent am Rande. Nun gehen wir in das neunte Zweitligajahr und die Motivation mit den Jungs in der Kurve zu stehen und tolles zu erreichen mit dem Verein ist ungebrochen. Wahre Liebe kennt halt keine Liga. Daher, immer vorwärts VfL.

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