Das Objekt der Begierde: Der DFB-Pokal! Foto: Tim Kramer (Tremark Fotografie)

Der kürzeste Weg nach Europa: Der DFB-Pokal 2018/19

Kickers Offenbach, Hansa Rostock, 1. FC Heidenheim, Bahlinger SC, VfB Stuttgart, FSV Salmrohr, FC-Astoria Walldorf und der FC Nöttingen, so hießen unsere Gegner seit dem Abstieg in der ersten Runde des DFB-Pokals, die, bis auf dem VfB Stuttgart, alle aus dem Amateurtopf kamen. Nur bei den Kickers Offenbach und bei Astoria Walldorf blamierte man sich und schied in der ersten Runde aus. Heute Abend geht es in die nächste Runde, denn nach dem Spiel der Nationalmannschaft gegen die Saudis um rund 22 Uhr ist es wieder so weit. Losfee Palina Rojinski lost die erste Runde des DFB-Pokals aus, die vom 17. bis zum 20. August 2018 stattfindet. Unser VfL Bochum ist im Profitopf gesetzt und hat somit ein Auswärtsspiel bei einem Verein aus dem Amateurtopf. Wir von einsachtvieracht stellen euch die möglichen Gegner vor.

Die Vereine aus dem Amateurtopf sind nicht zwingend Amateurvereine, bereits Vereine aus der zweiten Liga abwärts von Tabellenplatz 14 gelten als Amateurvereine und spielen so zwingend gegen Vereine aus den ersten beiden Bundesligen. So waren wir nach dem 15. Tabellenplatz 2015 im Folgejahr als Amateurverein gesetzt und besiegten dank zweier Terodde-Tore den VfB Stuttgart. Ansonsten waren wir seit dem Abstieg immer im Profitopf zu finden, so auch diesmal. Insgesamt stehen Gegner von Liga zwei bis zu Liga sechs zur Auswahl.

Auf Paderborn auswärts könnte ich gerne verzichten Foto: Tim Kramer (Tremark)

Mögliche Gegner aus der zweiten Bundesliga: Mit der heimstarken SpVgg Greuther Fürth und Relegationsteilnehmer Erzgebirge Aue kommen auch zwei Gegner aus dem Ligaalltag infrage. Auch wenn im August die Chance auf Schneetreiben in Aue eher gering sind, würde ich gerne darauf verzichten. Auch die beiden Aufsteiger, der 1. FC Magdeburg und der SC Paderborn, treten sicherlich mit viel Euphorie nach dem Aufstieg an und könnten ein sehr unangenehmer Gegner werden. Mit Paderborn mussten wir ja leider letztes Jahr schon die leidvolle Erfahrung machen…

3. Liga: Die Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern sind im DFB-Pokal gesetzt, genau so wie Relegationsverlierer Karlsruher SC und der Vierte SV Wehen-Wiesbaden. Als Sieger des Landespokals qualifizierten sich außerdem noch Hansa Rostock (Landespokal Mecklenburg-Vorpommern), der FC Carl Zeiss Jena (Thüringen), Energie Cottbus (Brandenburg) und der TSV 1860 München als Meister der Regionalliga Bayern.

Regionalliga (4. Liga): Aus Bayern qualifizierte sich der FC Schweinfurt 05 durch den Sieg im Landespokal gegen die SpVgg Bayreuth. Der BFC Dynamo geht als Gewinner im Landespokal Berlin an den Start. Aus Hessen tritt TSV Steinbach aus Haiger an. Das Finale des Mittelrhein-Pokals gewann Regionalliga-Vizemeister Viktoria Köln nach Verlängerung gegen Alemannia Aachen und darf ebenso teilnehmen wie Rot-Weiß Oberhausen, die nach einem doch eher zweifelhaften Sieg gegen Rot-Weiß Essen als Sieger des Niederrhein-Pokals an den Start gehen. Niedersachsen darf wie Westfalen und Bayern zwei Vertreter schicken. Beide Finalisten, Gewinner SV Drochtersen/Assel und der SSV Jeddeloh II gehen im DFB-Pokal an den Start. Beim SSV Jeddeloh ist es übrigens nicht die zweite Mannschaft, denn der Ort heißt einfach so. Im Saarland gewann der SV Elversberg gegen Saarbrücken das Finale und ist damit qualifiziert, genau so wie Wormatia Worms, die Verbandsligist Waldagesheim im Finale bezwungen. Für Schleswig-Holstein ist der nördlichste DFB-Pokalteilnehmer SC Weiche Flensburg 08 qualifiziert. Und aus Westfalen tritt unter anderem der SV Rödinghausen als bestplatzierter Vertreter aus Westfalen an, nachdem das Entscheidungsspiel gegen den Meister der Oberliga Westfalen, dem SV Lippstadt, mit 3:1 gewonnen wurde. Der Ex-Bundesligist SSV Ulm komplettiert die Auswahl.

Führt die Reise möglicherweise ins Saarland zum SV Elversberg? Foto: Bj.Linnebach – Wikimedia Commons

Oberliga (5. Liga): Aus Baden geht der 1. CfR Pforzheim an den Start, die trotz Finalniederlage gegen den Karlsruher SC teilnehmen dürfen. Der BSC Hastedt aus Bremen nimmt zum ersten Mal am DFB-Pokal teil, ebenso wie TuS Dassendorf (Hamburg), die nach 2000 wieder an den Start gehen. Rot-Weiß Koblenz gewann das Derby im Finale gegen die TuS Koblenz und ist damit erstmals für den Pokal qualifiziert. In Sachsen gewann Chemie Leipzig zwar das Finale gegen Neugersdorf, stieg aber aus der Regionalliga Nordost ab. Der 1. FC Lok Stendal ist der Vertreter Sachsen-Anhalts, da der 1. FC Magdeburg bereits qualifiziert war. TuS Erndtebrück nimmt zum dritten Mal in Folge am DFB-Pokal teil, ist in dieser Saison allerdings aus der Regionalliga West abgestiegen.

Verbandsliga (6. Liga): Der einzige Vertreter aus der Verbandsliga ist in dieser Saison der SV Linx aus Südbaden, die nach 1994 wieder am Pokal teilnehmen. Damals schieden die Kicker aus Rheinau in der ersten Runde gegen den FC Schalke 04 aus.

Die Gegner noch einmal im Überblick:

2. Bundesliga:
SpVgg Greuther Fürth
Erzgebirge Aue
1. FC Magdeburg
SC Paderborn

3. Liga:
Eintracht Braunschweig
1. FC Kaiserslautern
Karlsruher SC
SV Wehen Wiesbaden
Hansa Rostock (Sieger Landespokal Mecklenburg-Vorpommern)
Carl Zeiss Jena (Sieger Landespokal Thüringen)
TSV 1860 München (qualifiziert als Meister der Regionalliga Bayern)
Energie Cottbus (Sieger Landespokal Brandenburg)

Regionalliga:
SV Drochtersen/Assel (Sieger Landespokal Niedersachen)
SSV Jeddeloh II (qualifiziert als Finalist im Landespokal Niedersachen)
Wormatia Worms (Sieger Landespokal Südwest)
1. FC Schweinfurt (Sieger Landespokal Bayern)
TSV Steinbach (Sieger Landespokal Hessen)
Viktoria Köln (Sieger Landespokal Mittelrhein)
Weiche Flensburg (Sieger Landespokal Schleswig-Holstein)
Rot-Weiß Oberhausen (Sieger Landespokal Niederrhein)
SV Elversberg (Sieger Landespokal Saarland)
SSV Ulm (Sieger Landespokal Württemberg)
BFC Dynamo (Sieger Landespokal Berlin)
SV Rödinghausen (Bester Vertreter Westfalens in der Regionalliga West und Sieger des Ausscheidungsspiels)

5. Liga:

Chemie Leipzig (Sieger Landespokal Sachsen)
1. CfR Pforzheim (qualifiziert als Finalist im Landespokal Baden)
1. FC Lok Stendal (qualifiziert als Finalist im Landespokal Sachsen-Anhalt)
TuS Erndtebrück (qualifiziert als Finalist im Landespokal Westfalen)
TuS Dassendorf (Sieger Landespokal Hamburg)
Rot-Weiß Koblenz (Sieger Landespokal Rheinland)
BSC Hastedt (Sieger Landespokal Bremen)

6. Liga:
SV Linx (Sieger Landespokal Südbaden)

Der kürzeste Weg nach Europa

Lediglich fünf erfolgreiche Spiele werden benötigt, um im Finale im Berliner Olympiastadion anzutreten. Der Gegner auch dort ist nicht übermächtig, wie Pokalsieger Eintracht Frankfurt zuletzt gezeigt hat. In der Pokalsaison 2015/16 kam man bis ins Viertelfinale, als dann gegen den FC Bayern München (0:3) Endstation war. Bereits zwei Mal war der VfL Bochum im Finale, konnte leider noch nie den Pokal gewinnen. 1968 verlor der VfL als Regionalligist 1:4 gegen den 1. FC Köln, 1988 hätte man den Pokal gewinnen müssen, aber ABSEITS, ich möchte darüber nicht reden.

Ich persönlich wünsche mir einen leichten Aufgalopp gegen einen Fünft- oder Sechstligisten, ehe man in einem Heimspiel in der zweiten Runde richtig in die Pokal-Season starten kann.

Update: Unser VfL darf beim Meister der Regionalliga Nord, dem SC Weiche Flensburg 08 antreten. Der Verein entstand letztes Jahr durch eine Fusion der größten Flensburger Vereine ETSV Weiche und SC Flensburg 08.

Matthias Rauh

Matthias Rauh

Obwohl in Bayern wohnhaft besitze ich eine Dauerkarte beim VfL und versuche, jedes Heimspiel und jedes Auswärtsspiel im Süden vom VfL mitzunehmen. Meine Begeisterung für den VfL entwickelte sich in der Saison 2006/07, endgültig besiegelt wurde sie bei dem eigentlich völlig belanglosen Spiel Karlsruher SC gegen den VfL im Jahr 2008. Während eines Fußballturniers wollten meine Mannschaftskameraden in der Bundesligakonferenz ständig die Zwischenstände von Bayern München und Nürnberg wissen, ich erntete misstrauische Blicke, als ich den Zwischenstand von Bochum wissen wollte. Abstieg, Relegation, Funkel, Neururer... ich bin immer noch dabei und freue mich immer mehr auf Spiele wie Bochum gegen Sandhausen als Bayern gegen Dortmund.

Schreibe einen Kommentar